Friedensorte sind kirchlicher Auftrag
„Vor zehn Jahren hat sich unsere Landeskirche auf den Weg des gerechten Friedens begeben. Aus der visionären Idee, den kirchlichen Auftrag zur Friedensbildung mit friedenspädagogischen Grundsätzen zu verbinden und zu stärken, sind wenig später die landeskirchlichen Friedensorte entstanden.
Orte in der Fläche, nicht in den Metropolen unseres Landes, die den Menschen ermöglichen sich mit Frieden, Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung, den Grundströmungen unserer kirchlichen Arbeit, zu beschäftigen und sie zu verinnerlichen. Nicht in Kirchgebäuden, sondern an Orten, die auf ihre ganz eigene Art und Weise die Themen unserer Zeit symbolisieren. Flucht und Migration, Internationale Kooperation, Antidiskriminierung, soziale Gerechtigkeit, Erinnerungs-und Gedenkkultur, Nachhaltigkeit und Friedensethik.
Mit ihrer fachlichen Expertise und ihrer lokalen und regionalen Vernetzung sind die Friedensorte längst zu wichtigen kirchlichen Orten unserer Landeskirche geworden. Sie sind Kompetenznetzwerk und Impulsgeber, schaffen Begegnung und Dialog und wirken als Bindeglied zwischen Kirche und Gesellschaft. So wird die theologische Vision eines gerechten Friedens an den Friedensorten erfahrbar: Sie eröffnen Räume des Lernens, der Begegnung und des gemeinsamen Handelns."
Landesbischof Ralf Meister zu 10 Jahren "Kirche des gerechten Friedens"